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Daiga Grantina

Daiga Grantina

19. Mai – 9. Juli 2017

CAPRI, Düsseldorf

Daiga Grantinas abstrakte Raumgebilde schweben oder fließen von der Decke, hängen an Wänden, schmiegen sich an Säulen oder breiten sich am Boden aus. Zusammengesetzt sind sie aus künstlichen Materialien wie Plastik, Metall, Stoff, Silikon und Lichtelementen, doch es geht von ihnen etwas Organisches aus. In ihrer ausbuchtenden, lebendig schimmernden Oberflächenspannung entfalten sie im Raum eine immense körperliche Sogkraft, wobei sie an die eigentümliche Erscheinung von Tiefseebewohnern, außerirdischen Wesen oder Eingeweiden erinnern. Andere fühlen sich mit ihren zersprengten, aufgebrochenen Formen an wie demolierte künstliche Körper. Doch sei es durch vielfältige Materialkombinationen oder die pure Ausdehnung im Raum – allen Skulpturen wohnt etwas erstaunlich Leichtes, Bewegliches inne, das ihnen ein beinahe tänzerisches Potential verleiht. Hier spielt Daiga Grantinas Faszination für Licht eine Rolle: Ihre Arbeiten sind oft semi-transparent, sie glänzen oder sind mit Lichtquellen versetzt. Auf diese Weise entsteht eine Art Space-Barock, eine Mythologie artifizieller Materialien, deren Trompe l’oeil-Effekte das Auge heranzoomen, durch den Raum führen und das gesamte Umfeld in einen Rhythmus aus Licht, Volumen und Körpern tauchen. Trotz augenscheinlicher Assoziationsmöglichkeiten bleibt Daiga Grantinas Vokabular rein abstrakt. Mit der Thematik der Körperlichkeit und der engen Verbindung von Skulptur, Raum und Wahrnehmung schlägt sie eine historische Brücke zur Post-Minimal Art der 70er-Jahre, wie sie im Werk von Lynda Benglis, Eva Hesse oder Richard Tuttle angelegt ist. Doch Daiga Grantinas Ansatz, synthetische Materialien in seltsame, naturnahe Körper zu verwandeln, die in ihrer oft prekären Positionierung im Raum eine Art Eigenleben führen, ist hochgradig zeitgenössisch. Für ihre Ausstellung „So Sun Dog Harena“ bei Capri hat Daiga Grantina eine raumgreifende Skulptur vor Ort entwickelt, die zwischen Innenwänden über das Schaufenster auch mit dem Außenraum korrespondiert. Skulpturen, Licht und Raum verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit, die sich jedoch nicht vollständig begreifen lässt. Es entsteht ein Spielfeld von Reflexionen, ein eigenes Universum, in dem die Skulptur selbst, als fragile Entität, die Brechung von Licht aufgreift und wiedergibt. Daiga Grantinas abstrakte Raumgebilde schweben oder fließen von der Decke, hängen an Wänden, schmiegen sich an Säulen oder breiten sich am Boden aus. Zusammengesetzt sind sie aus künstlichen Materialien wie Plastik, Metall, Stoff, Silikon und Lichtelementen, doch es geht von ihnen etwas Organisches aus. In ihrer ausbuchtenden, lebendig schimmernden Oberflächenspannung entfalten sie im Raum eine immense körperliche Sogkraft, wobei sie an die eigentümliche Erscheinung von Tiefseebewohnern, außerirdischen Wesen oder Eingeweiden erinnern. Andere fühlen sich mit ihren zersprengten, aufgebrochenen Formen an wie demolierte künstliche Körper. Doch sei es durch vielfältige Materialkombinationen oder die pure Ausdehnung im Raum – allen Skulpturen wohnt etwas erstaunlich Leichtes, Bewegliches inne, das ihnen ein beinahe tänzerisches Potential verleiht. Hier spielt Daiga Grantinas Faszination für Licht eine Rolle: Ihre Arbeiten sind oft semi-transparent, sie glänzen oder sind mit Lichtquellen versetzt. Auf diese Weise entsteht eine Art Space-Barock, eine Mythologie artifizieller Materialien, deren Trompe l’oeil-Effekte das Auge heranzoomen, durch den Raum führen und das gesamte Umfeld in einen Rhythmus aus Licht, Volumen und Körpern tauchen. Trotz augenscheinlicher Assoziationsmöglichkeiten bleibt Daiga Grantinas Vokabular rein abstrakt. Mit der Thematik der Körperlichkeit und der engen Verbindung von Skulptur, Raum und Wahrnehmung schlägt sie eine historische Brücke zur Post-Minimal Art der 70er-Jahre, wie sie im Werk von Lynda Benglis, Eva Hesse oder Richard Tuttle angelegt ist. Doch Daiga Grantinas Ansatz, synthetische Materialien in seltsame, naturnahe Körper zu verwandeln, die in ihrer oft prekären Positionierung im Raum eine Art Eigenleben führen, ist hochgradig zeitgenössisch. Für ihre Ausstellung „So Sun Dog Harena“ bei Capri hat Daiga Grantina eine raumgreifende Skulptur vor Ort entwickelt, die zwischen Innenwänden über das Schaufenster auch mit dem Außenraum korrespondiert. Skulpturen, Licht und Raum verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit, die sich jedoch nicht vollständig begreifen lässt. Es entsteht ein Spielfeld von Reflexionen, ein eigenes Universum, in dem die Skulptur selbst, als fragile Entität, die Brechung von Licht aufgreift und wiedergibt. Daiga Grantinas abstrakte Raumgebilde schweben oder fließen von der Decke, hängen an Wänden, schmiegen sich an Säulen oder breiten sich am Boden aus. Zusammengesetzt sind sie aus künstlichen Materialien wie Plastik, Metall, Stoff, Silikon und Lichtelementen, doch es geht von ihnen etwas Organisches aus. In ihrer ausbuchtenden, lebendig schimmernden Oberflächenspannung entfalten sie im Raum eine immense körperliche Sogkraft, wobei sie an die eigentümliche Erscheinung von Tiefseebewohnern, außerirdischen Wesen oder Eingeweiden erinnern. Andere fühlen sich mit ihren zersprengten, aufgebrochenen Formen an wie demolierte künstliche Körper. Doch sei es durch vielfältige Materialkombinationen oder die pure Ausdehnung im Raum – allen Skulpturen wohnt etwas erstaunlich Leichtes, Bewegliches inne, das ihnen ein beinahe tänzerisches Potential verleiht. Hier spielt Daiga Grantinas Faszination für Licht eine Rolle: Ihre Arbeiten sind oft semi-transparent, sie glänzen oder sind mit Lichtquellen versetzt. Auf diese Weise entsteht eine Art Space-Barock, eine Mythologie artifizieller Materialien, deren Trompe l’oeil-Effekte das Auge heranzoomen, durch den Raum führen und das gesamte Umfeld in einen Rhythmus aus Licht, Volumen und Körpern tauchen. Trotz augenscheinlicher Assoziationsmöglichkeiten bleibt Daiga Grantinas Vokabular rein abstrakt. Mit der Thematik der Körperlichkeit und der engen Verbindung von Skulptur, Raum und Wahrnehmung schlägt sie eine historische Brücke zur Post-Minimal Art der 70er-Jahre, wie sie im Werk von Lynda Benglis, Eva Hesse oder Richard Tuttle angelegt ist. Doch Daiga Grantinas Ansatz, synthetische Materialien in seltsame, naturnahe Körper zu verwandeln, die in ihrer oft prekären Positionierung im Raum eine Art Eigenleben führen, ist hochgradig zeitgenössisch. Für ihre Ausstellung „So Sun Dog Harena“ bei Capri hat Daiga Grantina eine raumgreifende Skulptur vor Ort entwickelt, die zwischen Innenwänden über das Schaufenster auch mit dem Außenraum korrespondiert. Skulpturen, Licht und Raum verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit, die sich jedoch nicht vollständig begreifen lässt. Es entsteht ein Spielfeld von Reflexionen, ein eigenes Universum, in dem die Skulptur selbst, als fragile Entität, die Brechung von Licht aufgreift und wiedergibt.